STUFE

Was ist STUFE?

STUFE steht für „Handreichung zur Umsetzung einer selbstbestimmten und teilhabeorientierten Unterstützung vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Eingliederungshilfe“.

STUFE stellt sich einer zentralen Herausforderung im sozialen Bereich: Wie kann Teilhabe und Selbstbestimmung auch unter den Bedingungen des Fachkräftemangels gewährleistet werden? Was brauchen Fachkräfte, um motiviert und engagiert zu bleiben? Welche Rolle spielt die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer dabei?
Und wie muss sich die Eingliederungshilfe aufstellen, um auch in Zukunft den Bedarfen von Menschen mit Behinderung gerecht zu werden?

In enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, Fachpraxis und Wissenschaft werden neue Formen der Unterstützung sowie wirksame Konzepte zur Personalgewinnung und -bindung entwickelt und erprobt. STUFE steht für ein partizipatives, praxisnahes Forschungsprojekt – gefördert von der SozialstiftungNRW.

Projekthintergrund

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (2009) und dem Bundesteilhabegesetz (seit 2017) hat sich das Ziel verstärkt, Menschen mit Behinderung zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen.

Gleichzeitig verschärft sich der Fach- und Betreuungskräftemangel in der Eingliederungshilfe.

Es fehlt an gesicherten Erkenntnissen dazu,

  • wie individuelle Unterstützungsarrangements trotz Personalmangels gelingen können,
  • welche Qualifikationen benötigt werden,
  • und wie Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können.

Zielsetzung

Ziel des Projekts STUFE ist es, Wege zu finden, wie die Eingliederungshilfe Teilhabe und Selbstbestimmung auch unter dem Druck des Fachkräftemangels ermöglichen kann. Dabei geht es um Strategien der Mitarbeiterbindung und -gewinnung sowie um die Gestaltung von Betreuungssettings, die diese Zielsetzungen wirksam unterstützen.

Das Projekt verfolgt dabei einen konsequent partizipativen Ansatz: Sowohl Menschen mit Behinderung als auch Mitarbeitende aus der Praxis (Hephata) gestalten das Projekt aktiv mit. Sie bringen ihre Erfahrungen, Perspektiven und Anliegen kontinuierlich ein – von der Forschung über die Erprobung bis zur Ergebnissicherung.

Was entsteht?

  • Handlungsempfehlungen für Akteurinnen und Akteure der Eingliederungshilfe
  • Erprobte Ansätze zur Gestaltung personenzentrierter Unterstützung
  • Mitarbeitendenfindung und -bindung
  • Übertragbare Impulse für andere Bereiche
  • Austauschformate und Publikationen zur Weitergabe der Erkenntnisse

Forschungsdesign & Methoden

Das Forschungsdesign ist partizipativ, transdisziplinär und praxisnah:

  • Quantitative Analysen:
    • Bestandsanalysen
      • Struktur der Mitarbeiterschaft
      • Bewerbungen
      • Regionale Unterschiede
      • Ausfall- und Fehlzeiten
      • Fluktuationen
      • Entwicklung Betreuungsbedarf
  • Qualitative Methoden:
    • Fokusgruppen mit Mitarbeitenden
    • Gruppeninterviews
    • Kurzfragebögen

  • Ethnographische Begleitung:
    • Teilnehmende Beobachtung in drei ausgewählten Organisationseinheiten; ggf. deren Vorstellung bzw. Auswahlkriterien

  • Reflexionsformate:
    • Workshops
    • Austauschformate mit Selbstvertretungen und Experten und Expertinnen

Projektteam

  • Evangelische Stiftung Hephata (Praxispartner)
    • Michael Roos, Projektleitung
    • Bastian Kranz

  • Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum (Wissenschaftspartner)
    • Dr. Karin Thiesmeyer, Projektleitung
    • Dr. Sabine Kühnert
    • Eva Weishaupt, wiss. Mitarbeiterin
    • Fabian Rietz, wiss. Mitarbeiter

Projektpartner

  • Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Detmold
    • Stephan Wieners
  • Landschaftsverband Rheinland
    • Dieter Schartmann

Förderer

  • SozialstiftungNRW


Das Projekt STUFE wird ermöglicht durch die SozialstiftungNRW.
Wir danken für die finanzielle Unterstützung und das Vertrauen in unser gemeinsames Vorhaben.

Gremienstruktur

Lenkungsausschuss

  • Aufgaben
    • Projektsteuerung
  • Mitglieder
    • Vorstände Evangelische Stiftung Hephata
    • Geschäftsführung Hephata Leben
    • Projektteam
    • Projektpartner

Projektbeirat

Der Projektbeirat umfasst den Lenkungsausschuss und zusätzlich angefragte Expertinnen und Experten aus Praxis und Politik. Der Projektbeirat tagt zweimal jährlich.

  • Aufgaben
    • kritische Diskussion der Projektergebnisse
    • beratende Begleitung des Projektverlaufs
    • Einbringen fachlicher Impulse
    • Bewertung der Nachhaltigkeit der erzielten Ergebnisse.
  • Mitglieder
    • Christof Stamm, MAGS NRW
    • Norbert Killewald, SozialstiftungNRW
    • Ulrike Hüppe. SozialstiftungNRW
    • Claudia Middendorf, MAGS NRW
    • Christian Heine-Göttelmann, Diakonie RWL
    • Christiane Caldow, BeB / Diakoniewerk Duisburg
    • Andreas Rieß, Josefs-Gesellschaft
    • Wolfgang Meyer, Sozialwerk St. Georg
    • Christine Reichel, MAGS NRW
    • Ute Ackerschott, Bundesagentur für Arbeit NRW
    • Bianca Rodekohr, LWL-Sozialstiftung

Experten- und Expertinnen-Rat

Der Experten- und Expertinnen-Rat ist ein Beteiligungsgremium aus Menschen mit Behinderung, die ihre Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven in die Projektarbeit einbringen. Der Rat trifft sich alle zwei bis drei Monate.

  • Aufgaben
    • Erkenntnisse reflektieren
    • Ideen entwickeln
    • Feedback geben
  • Mitglieder
    • Kundinnen und Kunden der Hephata Leben gGmbH