Landesbehindertenbeauftragte zu Gast im MeH-Wohnhaus von Hephata

 

Landesbehindertenbeauftragte Middendorf zu Besuch im MeH-Haus

Am Anfang ihrer Amtszeit als Landesbehindertenbeauftragte hatte Claudia Middendorf bereits von den Planungen für den Bau eines Wohnhauses für Menschen mit erworbenen Hirnschäden erfahren, drei Jahre später am 11. August hat sie das fertiggestellte MeH-Haus im Meerkamp besucht. Eingeladen vom Mönchengladbacher Oberbürgermeisterkandidaten der CDU, Frank Boss, informierte sich die Politikerin über das Haus, die Arbeit und die Klienten. Informationen rund um das Thema erhielt sie im MeH-Haus von Sabine Hirte Geschäftsleiterin Wohnen, Stefan Hermsen, Regionalleiter Mönchengladbach-West, Christian Houben, Stabsstelle Geschäftsfeldentwicklung und Beratungsstelle für Menschen mit erworbenen Hirnschäden sowie von Marco Klaassen, dem Teamleiter des Wohnhauses.

Nach der Führung lobte Middendorf die „zukunftsorientierte Arbeit“ der Evangelischen Stiftung. Die Unterbringung junger Menschen mit erworbenen Hirnschäden in Altenheimen geht auch in ihren Augen „völlig an den Menschen vorbei“. „In der jungen Pflege brauchen wir sowohl Mobilisierung als auch pflegerische Maßnahmen“, sagte die Politikerin. Es gehe bei dieser Personengruppe darum, wieder ins Leben zu kommen. Mit ihrer Einschätzung bestätigte Middendorf den Weg, den Hephata mit Beratungsstelle, Wohnhäusern und Werkstatt für Menschen mit erworbenen Hirnschäden eingeschlagen hat. „Die Ideen gehen uns nicht aus“, betonte Sabine Hirte, Geschäftsleiterin Wohnen, nach einem kurzen Blick zurück in die Entwicklungsgeschichte der Angebote für Menschen mit erworbenen Hirnschäden.

Den Anfang machte das Hephata-Beratungsangebot für Angehörige, das Christian Houben als ersten Türöffner beschreibt. Dabei handelt es sich um die einzige Beratungsstelle in Mönchengladbach. Vom Oberbürgermeisterkandidaten Frank Boss nach einem konkreten Anliegen gefragt, formulierte Sabine Hirte den Wunsch auf Unterstützung bei der Finanzierung. Frank Boss nimmt nicht nur diesen Wunsch mit in sein Büro. Für die Klärung von Problemen bei der Kostenzusage beim Landschaftsverband Rheinland versprach er ein Grundsatzgespräch mit dem Sozialdezernenten des LVR.

 

Hephata erhält in vielen Bereichen Unterstützung von FSJlern und Bufdis

Die Evangelische Stiftung Hephata erhält auch im Corona-Jahr an vielen Standorten tatkräftige Unterstützung von jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren oder sich im Bundesfreiwilligendienst für zwölf Monate engagieren. Anfang August haben bereits 22 junge Frauen und Männer ihre Arbeit aufgenommen, davon neun als Schulbegleitung im ambulanten Unterstützungsdienst, zwei als Schulbegleitung an der Karl-Barthold-Schule in Mönchengladbach, fünf als Integrationshelfer*innen in der Jugendhilfe (Mönchengladbach), eine im Bereich Wohnen in Mönchengladbach, eine im Bereich Wohnen in Essen und vier in den Werkstätten in Mönchengladbach. Im September starten weitere acht Freiwillige, davon zwei in der ambulanten Unterstützung (Mönchengladbach), eine in der Karl-Barthold-Schule, zwei in den Werkstätten in Mönchengladbach, einer in der Werkstatt in Mettmann und zwei im Bereich Wohnen (Mönchengladbach und Hilden). Die Verträge laufen für ein Jahr und die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 414 Euro.

Für junge Menschen, die nach Schule oder Ausbildung noch nicht wissen, in welche Richtung es weitergeht, gibt es eine gute Nachricht. „Es sind noch Plätze frei. Wir stellen das ganze Jahr über zum 1. oder 15. eines jeden Monats FSJler oder Bufdis ein,“ teilte Lena Konnertz, Ansprechpartnerin für den Freiwilligendienst aus der Personalabteilung, mit.

Im vergangenen Jahr haben im August und September 21 junge Menschen einen Freiwilligendienst bei Hephata begonnen. „2019 haben insgesamt 51 Freiwillige ihren Dienst bei Hephata angetreten“, sagte Lena Konnertz.

 

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