Hephata-Werkstätten öffnen nach Corona-Schließung wieder ihre Türen

Werkstatt-Mitarbeiter und Social Media Team kehren schrittweise zur Arbeit zurück

Nach fast zehn-wöchiger Schließung sind seit dem 25. Mai die Hephata-Betriebsstätten wieder geöffnet. Schrittweise kehren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Arbeit zurück, sagte Dieter Püllen, Geschäftsleiter Werkstätten. Das am 18. März in Kraft getretene Betretungsverbot sei am 15. Mai per Verordnung aufgehoben worden. Die Personen der ersten Öffnungsphase seien vor einer Woche kontaktiert und auf den Neustart vorbereitet worden. Gesundheitsamt und Landschaftsverband Rheinland haben das erarbeitete „Übergeordnete Gesundheitskonzept“ sehr positiv bewertet und aus aktueller Sicht keine erforderlichen Anpassungen gesehen, sagte Dieter Püllen.

Die Rückkehr aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz betrifft auch die sieben Mitglieder des Social Media Teams. Im rollierenden Prinzip dürfen vormittags und nachmittags immer Gruppen von je zwei Personen in der Urftstraße mit Social Media Referent Simon Roehlen und Gruppenleiter Andrzej Piestrak arbeiten. Die übrige Arbeit verbleibt im Homeoffice.

Da noch nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Arbeit in die Betriebsstätten zurückkehren können, versprach Püllen, die personelle Unterstützung in den Wohnbereichen für die Menschen mit Behinderung nach Bedarf aufrecht zu erhalten.

 

Ramadan zu Corona-Zeiten auf Youtube-Kanal „Behindert – So what!“

Okan Türkyilmaz vom inklusiven Social Media Team im Fastenmodus

Frühstück im Dunkeln, Abendessen im Dunkeln und dazwischen bleibt der Magen leer: Das war für Okan Türkyilmaz vom inklusiven Social Media Team bei Hephata seit dem 23. April Alltag. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verzichtete der 27-Jährige auf Essen und Trinken. Wie er sich als Muslim während des Ramadans fühlt, beschäftigt, ablenkt, hat er in einem viereinhalb-minütigen Videotagebuch auf dem Youtube-Kanal „Behindert – So what!“ festgehalten. Titel des Videos: „Okan und der Ramadan“.

Das Besondere in diesem Jahr: Corona brachte auch für ihn und seine Familie die Tradition durcheinander. Okan Türkyilmaz war den ganzen Tag zu Hause in Mönchengladbach-Rheydt im Homeoffice und im Home Schooling. Ohne seine sechs Kolleginnen und Kollegen. Und das abendliche Fastenbrechen habe in diesem Jahr auch nur im kleinen Familienkreis stattgefunden, sagt er im Video.

Youtube-Video

Was Ramadan für ihn als Muslim bedeutet, welche Regeln er bis zum 23. Mai eingehalten hat und warum er dies tut, erklärt der 27-Jährige in seinem selbstgedrehten Youtube-Video. Wer weiß schon, dass ein Moslem im Ramadan zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auch keine Zähne mehr putzen darf? Okan Türkyilmaz erklärt, dass bis zum Abend „kein Wasser in den Körper kommen darf“. Sport habe er machen dürfen, gearbeitet habe er am Laptop. Seine beiden Kolleginnen und vier Kollegen vom Team sah er lediglich über Videoanrufe. Regelmäßig in Kontakt war er auch während des Ramadans mit der Leiterin der Abteilung Kommunikation, Manuela Hannen, Social Media Referent Simon Roehlen und Gruppenleiter Andrzej Piestrak, per Telefon oder Videoanruf.

Zwischendurch genoss Okan aber auch das schöne Wetter und kümmerte sich im Garten um seine Paprika. Bis es um 22.14 Uhr endlich wieder etwas zu essen und trinken gab. Fastenbrechen im kleinen Familienkreis. Und 2020 kein Besuch in der Moschee.

 

Maskenspende vom Lions Club

social-media-Team

Masken werden den Alltag im Stadtbild und auch in allen Bereichen von Hephata weiterhin bestimmen. Daher ist auch die Spendenaktion von 700 FFP2-Masken des Lions Distrikts Rheinland Nord „Gold wert“, wie Teamleiterin Elina von Kannen aus dem Bereich Wohnen bei der Übergabe betonte. „Im veränderten Alltag werden die Masken dann genutzt, wenn der nötige Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.“ Als Beispiele nannte sie die Pflege, die Unterstützung bei Mahlzeiten oder auch die Begleitung von Kunden außerhalb des Hauses.

Für Udo Mahler vom Lions Club Mönchengladbach St. Vitus ist die Spende der Masken an Hephata eine Selbstverständlichkeit, da er durch Hans-Willi Pastors, Stabsstelle Regionalisierung, den Bedarf bei der Stiftung kennt. „Wir versuchen dort zu helfen, wo wir den dringenden Bedarf sehen und das ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagte er bei der Übergabe der Masken. Der Past Distrikt-Governor ist einer von 175 Mitgliedern, die sich auf vier Clubs in Mönchengladbach verteilen. Lions International ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit unterwegs für die gute Sache.

Zurück