Hephata berät Menschen mit Behinderung über die Vorsorge zum Lebensende

Beratungsstelle informiert über Planung für die letzte Lebensphase

Claudia Assogna Kathrin Dietsch-Struck Silke Beckmann Sabine Heller-Matthei

Die vierköpfige Beratungsstelle „Gesundheitliche Versorgungsplanung“ informiert und berät seit 15 Monaten Menschen in besonderen Wohnformen über Entscheidungs- und Planungsmöglichkeiten in der letzten Lebensphase. Koordiniert wird das Angebot von Claudia Assogna, die von den Beraterinnen Kathrin Dietsch-Struck, Silke Beckmann und Sabine Heller-Matthei unterstützt wird.

Gerade in der Corona-Zeit könne die Auseinandersetzung mit dem Thema gesundheitliche Vorsorge sehr wichtig werden. Da Menschen mit Behinderung oft auch noch andere Erkrankungen haben und auch gleichzeitig sehr alt werden, könnte eine Corona-Infizierung daher auch einen schweren Verlauf zur Folge haben. „Mit einer Versorgungsplanung haben alle Beteiligten Handlungssicherheit. Und die eigenen Wünsche können berücksichtigt werden“, sagt die Koordinatorin.

Seit Juni 2019 haben Claudia Assogna und ihr Team eigene Formulare zur Patientenverfügung und Vertreterdokumentation entwickelt. Außerdem ist ein Flyer mit dem Titel „Heute schon an morgen denken“ entstanden. In leichter Sprache wird in der Broschüre unter der Überschrift „Ich entscheide … bis zum Schluss“ das Thema gesundheitliche Versorgungsplanung erklärt. Die gesundheitliche Versorgungsplanung beinhaltet nicht nur Möglichkeiten der Notfallversorgung und der Auseinandersetzung mit lebenserhaltenden Maßnahmen. Niedergeschrieben werden kann auch, was in der letzten Lebensphase noch für jemanden getan werden soll, oder der Ort, an dem jemand sterben möchte (zu Hause, Krankenhaus oder Hospiz), von wem er begleitet werden möchte und die Planung der eigenen Beerdigung.

Zu den weiteren Aufgaben der Beratungsstelle gehört außerdem der Aufbau von Netzwerken sowie die Mitarbeit in Palliativ-Netzwerken, die Zusammenarbeit mit ambulanten Hospizdiensten und einem beratenden Rechtsanwalt.

Die Beratung erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des Paragrafen 132g im Sozialgesetzbuch V. Gemeinsam mit dem Kunden oder der Kundin werden nach Auskunft der Koordinatorin Vorstellungen über die Möglichkeiten, das Ausmaß und die Grenzen medizinischer Interventionen sowie palliativ-medizinischer und palliativ-pflegerischer Maßnahmen in der letzten Lebensphase entwickelt.

Nach über 100 Vorsorgegesprächen mit Kunden, gesetzlichen Betreuern und Angehörigen zieht Claudia Assogna ein positives Resümee: „Unser Angebot ist von allen ausgesprochen gut angenommen worden und wird auch weiterhin gut nachgefragt.“

 

Bitte Einschalten: ZDF 17. Oktober 12:05 Uhr „Menschen – Das Magazin“

Hephate Social Media Team

Die ZDF-Sendung „Menschen – Das Magazin“ blickt am 17. Oktober (Beginn 12.05 Uhr) beim Social Media Team von Hephata hinter die Kulissen. Fünf Tage hat ein dreiköpfiges Produktionsteam vom ZDF auf dem Hephata-Gelände gedreht und die Arbeit der acht Kolleginnen und Kollegen um Social Media Referent Simon Roehlen und Gruppenleiter Andrezej Piestrak mit der Kamera begleitet. Das Ergebnis dieser intensiven Beobachtung ist ein knapp zehnminütiger Beitrag. Das Fernsehteam hat für 3Sat eine längere Version geschnitten. Dieser fast 15-minütige Beitrag wird am Freitag, 6. November (11.30 Uhr), in der Sendereihe „Besonders normal“ ausgestrahlt.

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