Mit Hephata Mitarbeitende für den allgemeinen Arbeitsmarkt gewinnen

Neue Chancen für Unternehmen in NRW

Fachkräfte und engagierte Mitarbeitende zu finden, ist für viele Unternehmen eine der größten Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es Menschen, die in Werkstätten für Menschen mit Unterstützungsbedarf arbeiten und sich den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wünschen. Das Übergangsmanagement der Hephata Arbeit gemeinnützige GmbH bringt beide Seiten zusammen.

Ein Beispiel dafür ist Tobias Dahmen. Der 39-Jährige begann 2004 in einer Hephata-Betriebsstätte in der Produktion. Heute arbeitet er als Erziehungshelfer in einer Wohngruppe der Hephata Leben gemeinnützige GmbH. Möglich wurde dieser Weg durch einen Alltagshelfer-Kurs, ein betriebliches Praktikum und ein anschließendes BiAP (kurz für „Berufsintegrierter Arbeitsplatz in Unternehmen“) – engmaschig begleitet von den Jobcoaches der Hephata Arbeit.

Seit April 2026 hat Tobias einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz und arbeitet nun 15 Stunden pro Woche in der Wohngruppe. Sein Aufgabenbereich ist vielseitig: Er unterstützt Bewohner*innen im Alltag, begleitet sie zu Terminen, hilft bei Einkäufen und gestaltet gemeinsame Aktivitäten.

Ein Weg in drei Stufen

Das Übergangsmanagement der Hephata Arbeit begleitet Menschen mit Unterstützungsbedarf und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes dabei Schritt für Schritt. Am Anfang steht ein persönliches Erstgespräch. Gemeinsam wird geschaut: Welche Interessen und Fähigkeiten bringt der Mensch mit und welcher Arbeitsplatz im Unternehmen könnte passen?

Darauf kann ein zunächst sechswöchiges Praktikum folgen. Passt die Zusammenarbeit, kann das Praktikum verlängert oder direkt die nächste Stufe beschritten werden. Diese ist das BiAP – ein betriebsintegrierter Arbeitsplatz. Dabei arbeitet die Person bereits im Unternehmen und bleibt gleichzeitig über Hephata abgesichert und begleitet. Die dritte Stufe ist dann das sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Unternehmen erhalten auch eine enge Begleitung durch Hephata. Die Jobcoaches beraten den Betrieb, unterstützen bei der Gestaltung des Übergangs und kümmern sich auch um die notwendigen Vereinbarungen und Verträge.

Ein Gewinn für beide Seiten

Tobias erlebt seinen heutigen Arbeitsalltag als abwechslungsreich und oft auch herausfordernd. Genau das macht für ihn den Reiz aus: „Man weiß nie genau, wie der Tag läuft.“ Seine Geschichte zeigt, dass ein Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann, wenn Fähigkeiten erkannt, Chancen eröffnet und Übergänge gut begleitet werden.

Hephata möchte noch mehr Menschen diese Möglichkeit eröffnen – und sucht deshalb weitere Unternehmen in der Region, die neue Wege gehen und Menschen mit Unterstützungsbedarf eine berufliche Perspektive bieten möchten. In Zeiten von Arbeitskräftemangel sicherlich mehr als eine Win-Win-Situation.

Wer Interesse an einer Zusammenarbeit oder an einem Praktikums- bzw. BiAP-Platz hat, kann sich an das Übergangsmanagement der Hephata Arbeit wenden.

https://hephata-arbeit.de/uebergangsmanagement

 

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