Hephata trifft Hephata

Wenn zwei große diakonische Träger denselben Namen tragen, sind Verwechslungen manchmal vorprogrammiert – auch im E-Mail-Postfach. „Hephata trifft Hephata“ hieß es deshalb jetzt mit einem Augenzwinkern auf dem Stammgelände der Hephata Diakonie in Schwalmstadt: Erstmals kamen die Vorstände der beiden gleichnamigen Einrichtungen aus Treysa und Mönchengladbach persönlich zusammen.

Die Vorstände trafen sich zunächst zu einem gemeinsamen Mittagessen auf dem Hephata-Stammgelände. Im Anschluss verschafften sich die Gäste aus Nordrhein-Westfalen bei einem Rundgang einen Einblick in einige Einrichtungen und Angebote vor Ort, bevor das Treffen auf dem Sportplatz der Ludwig-Braun-Schule seinen symbolischen Höhepunkt fand: Dort übergaben sich die Vorstände Wimpel als Zeichen der Verbundenheit zweier Unternehmen mit ähnlichem Auftrag, aber eigener Geschichte.

Initiiert wurde das Treffen von der Evangelische Stiftung Hephata aus Mönchengladbach, deren Vorstand aus Pfarrer Dr. Harald Ulland und Verena Hölken besteht. „Unsere Häuser verbindet die Hilfe für benachteiligte Menschen. Immer mal wieder kam es vor, dass wir als Namensvettern wahrgenommen werden. Daraus entstand die Idee, uns endlich persönlich kennenzulernen“, sagte Ulland. Ein Zusammentreffen dieser Art hat es laut beider Vorstände in der Vergangenheit bis dato nicht gegeben. Das sollte sich nun ändern.

Und so kristallisierten sich bei dem Besuch neben Gemeinsamkeiten aber auch ganz klar strukturelle Unterscheide heraus: Während Hephata in Schwalmstadt historisch als Verein gegründet wurde, ist Hephata in Mönchengladbach eine Stiftung. „Die Rahmenbedingungen sind unterschiedlich, doch die Fragen ähneln sich sehr – etwa bei Personalgewinnung, Digitalisierung oder der Kommunikation in dezentralen Strukturen“, so Maik Dietrich-Gibhardt.

Dabei verwies Dr. Harald Ulland auch auf eine besondere Herausforderung kirchlich geprägter Sozialträger: „Wir merken, dass es durch Säkularisierung zunehmend schwieriger wird, unsere christlichen Werte in die Welt zu tragen und sichtbar zu machen. Gleichzeitig wird es anspruchsvoller, Fachkräfte zu gewinnen, die diese Werte zwar teilen, aber einen anderen Glauben haben.“ Daran knüpfte Maik Dietrich-Gibhardt an mit Blick auf die Besonderheit in diesem Jahr für Hephata in Hessen: dem 125-jährigen Jubiläum. „Für uns ist dieses Jahr Anlass und Auftrag zugleich, unsere diakonische Werte kraftvoll, für viele Menschen nach außen zu tragen und sichtbar zu machen, wofür Hephata steht.“

Für die Vorstände der Hephata Diakonie Schwalmstadt – Maik Dietrich-Gibhardt und Stefan Gerland – stand auch der persönliche Dialog im Mittelpunkt. „Es war uns wichtig zu sehen, wie es bei anderen Namensvettern läuft und welche Erfahrungen sie in den Kernbereichen Personalentwicklung, Digitalisierung und Teilhabe machen. Der menschliche Austausch hilft, die eigene Arbeit einzuordnen und voneinander zu lernen“, sagten sie.

Die symbolische Wimpel-Übergabe auf dem Schul-Sportplatz unterstrich die partnerschaftliche Atmosphäre. „Der Ort steht für Bildung, Teilhabe und Gemeinschaft – Werte, die beide Hephata-Organisationen tragen. Der Wimpel soll diese Verbundenheit sichtbar machen“, so die Vorstände.

 

Auf dem Bild sehen Sie: Namensgleich, Auftrag verwandt: die Vorständer der Hephata Diakonie Schwalmstadt Stefan Gerland, Maik Dietrich-Gibhardt und der Evangelischen Stiftung Hephata in Mönchengladbach Verena Hölken und Dr. Harald Ulland.

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