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Boxmeisterschaft 2017

Kämpfen, um zu gewinnen?

Die mittlere Gruppe war ein hart umkämpftes Turnier, in dem David den dritten Platz belegte. Thomas wurde Zweiter, bekam aber den Ehrenpreis für den mutigsten Kämpfer des Turniers. Emsel wusste geschickt seine Größenvorteile zu nutzen und gewann diese Gruppe.

Im Schwergewicht erkämpfte sich Marvin in einem hochkonzentrierten Kampf den dritten Platz. Der wie aus dem Nichts in das Finale vorgedrungene Nico belegte den zweiten Platz. Sieger im Schwergewicht wurde Sebastian, der mit kontrollierten und technisch guten Kämpfen zu beeindrucken wusste.

Das Damenturnier brachte neue Talente nach vorn und bot sehr ansehnlichen Sport. Neu in der Jugendhilfe erreichte Jana den dritten Platz. Überraschungszweite wurde Jasmin, die trotz eines sehr couragierten Finalkampfes Chanice den Titel überlassen musste. Chanice brachte es in diesem Jahr, nachdem sie im Vorjahr noch Zweite geworden war, einfach im Ring zusammen.

Der Einlagekampf ist eine traditionelle Einrichtung bei der Box-Meisterschaft für Kämpfer, die noch nicht soweit sind, dass sie ein Turnier bestreiten können. Ihnen soll hier Gelegenheit geboten werden, sich in einem größeren offiziellen Rahmen zu präsentieren. In diesem Jahr war es David aus Solingen, der seinen Einlagekampf mit viel Engagement und Ausstrahlung bestritt.

Die Jugendlichen-Gruppe war bereits im letzten Jahr geprägt von der Teilnahme der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Diese Gruppe hatte in diesem Jahr quantitativ und qualitativ das stärkste Teilnehmerfeld. Ins Halbfinale kämpften sich vor Lucas, Ifhalmullah, Mohammad und Tahsin. Letztlich erkämpfte sich Lucas den vierten Platz. Dritter wurde der vielleicht eleganteste Kämpfer im Turnier, Mohammad.

Im Finale standen sich die Cousins Ifhalmullah und Tahsin gegenüber. Diese hatten sich trotz des von ihnen strikt eingehaltenen Fastengebotes im Ramadan mit beeindruckenden Leistungen ins Finale gekämpft. Vor dem Finale versicherten sie mir, dass sie nicht gegeneinander kämpfen wollten, sie seien so etwas wie Brüder. Ich versicherte ihnen, dass sie aber kämpfen müssten. Im Finale boten sie uns dann eine Runde lang einen Schaukampf, ohne wirklich gegeneinander zu kämpfen. So blieb letztlich nichts anderes, als ihnen beiden den 1. Platz zuzuerkennen und ihnen anheim zu stellen, wer den Pokal für 1. und den 2. Platz sein eigen nennt. Man sieht, beim Kämpfen geht es nicht nur ums Gewinnen, manchmal geht es auch um andere Werte.

Nachdem die Meisterschaft beendet war, bekamen alle Kämpferinnen und Kämpfer eine Urkunde, eine Medaille und die ersten Drei der Turniere jeweils einen Pokal. Die Atmosphäre in der Halle war trotz des harten Sports freundlich, wohlwollend und wertschätzend. Die Meisterschaft war gut für die Verständigung der Völker und hatte durchaus inklusiven Charakter.

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